Les textes d’autrefois, l’édition d’aujourd’hui.

Was ich in Frankreich erlebte

Victor AUBURTIN

Bericht über eine besonders schwere Gefangenschaft, von 1914 bis 1917 von diesem sensiblen Intellektuellen schmerzhaft erlebt.

Zuerst in Einzelhaft, in ernsthafter Gefahr, als Deutscher und angeblicher Spion exekutiert zu werden, dann mit anderen Unglücklichen in einem Notlager zusammengepfercht, fand er Wege, sich Notizen zu machen, die er, fast entdeckt, vernichten mußte.

« Dies ist in ihrer Unmittelbarkeit die gleich nach dem Krieg verfaßte Geschichte dieser traumatisierenden Erfahrung. »

Récit « à chaud » d'une captivité particulièrement pénible, de 1914 à 1917, vécue douloureusement par cet intellectuel sensible et raffiné.

D'abord à l'isolement, en danger sérieux d'être exécuté pour le simple fait d'être Allemand, donc espion, puis dans la promiscuité d'une masse hétéroclite d'autres malheureux, il put trouver le moyen de prendre des notes que, sur le point d'être découvert, il dut détruire.

« Il nous livre ici le récit reconstitué dès la fin de la guerre, dans toute son immédiateté, de cette expérience traumatisante, qui devait finalement lui coûter la vie : une maladie contractée au cours de cette captivité devait l'emporter dix ans plus tard. »

   

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Wie dem auch sei, ich möchte das Geständnis ablegen, daß ich kein Held gewesen bin, sondern klare Furcht empfunden habe. Jeden Abend habe ich mich mit dem Gedanken zur Ruhe gelegt, daß dieses vielleicht die letzte Nacht sein könnte. Denn die französischen Kriegsgerichte arbeiten in solchen Fällen mit einer Promptheit, die sonst nicht in den Gewohnheiten der Verwaltung liegt. Vormittags um elf erfährt der Delinquent, daß am selben Tage die Verhandlung ist; dann darf er eine halbe Stunde lang mit einem Offizialverteidiger sprechen; um ein Uhr ist die Verhandlung, die schnell vorübergeht, da man den Angeklagten kaum zu Worte läßt, und um drei Uhr kann, wenn alles gut klappt, der Betreffende im Graben der Festung erschossen werden.

Wie werde ich den Augenblick bestehen, wenn sie kommen, um mich abzuholen. Wenn draußen die Bajonette klirren? Der Riegel wird aufgestoßen; sie stehen im Gange, in Reihen aufmarschiert, alles kleine, plundrige Kerle in ihren ekelhaften roten Hosen, und alle die neugierigen Augen auf mich gerichtet. Ein Offizier, der wahrscheinlich einen Kneifer tragen wird, dirigiert das Manöver mit seinem gezogenen Degen (und während er schreit und fuchtelt, freut er sich schon darauf, wie er das heute Abend im Café du Commerce erzählen wird). Und nun den Fuß aufgehoben zum letzten Gange; und was ist das für ein schwarzer Schatten, der neben mir schreitet? Ach so, der Priester mit seinem Gebetbuch. Karree von Soldaten, Schnupftuch zum Augenverbinden; und dann allein dagestanden an der Mauer…

So male ich es mir immer wieder aus, auf der Pritsche liegend in der totenstillen Nacht. Dabei habe ich das Gefühl, als seien meine Glieder elefantendick geworden, und in meinen Ohren klingt es wie ein Hilferuf aus unermeßlich weiter Ferne.

Victor Auburtin

5 septembre 1870, Berlin
† 28 juin 1928, Partenkirchen

Schriftsteller, Journalist von französischer Abstammung, arbeitete er als der 1. Weltkrieg begann seit 1911 als Korrespondent vom Berliner Tageblatt in Paris.

Deutscher und deshalb verdächtig, wurde er am 2. August 1914 in Besançon verhaftet, als er versuchte, in die Schweiz einzureisen.

Zuerst in Besançon in Haft genommen, dann in Korsika, obwohl alle Belastungen amtlicherseits gegen ihn erhoben worden waren, erlebte er drei Jahre lang eine extrem anstrengende Gefangenschaft.

Aus gesundheitlichen Gründen entlassen, sollte er 10 Jahre später, im Alter von 58 Jahren, an einer in Gefängnis erworbenen Erkrankung verenden.

Écrivain, journaliste d’ascendance française, il devint en 1911 le correspondant à Paris du Berliner Tageblatt.

Allemand, donc suspect, il fut arrêté à Besançon, le 2 août 1914, alors qu’il essayait de gagner la Suisse.

Incarcéré d’abord à Besançon, puis en Corse, alors que toute charge avait été officiellement levée contre lui, il vécut trois ans d’une captivité terriblement éprouvante.

Libéré pour raisons de santé, il mourut dix ans plus tard, à 58 ans, d’une maladie contractée en prison.

Vorwort
Kapitel
In den Gefängnissen
Auf der Insel
Heraus

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